Wiesbaden lebt von seiner Vielfalt und seinen Festen: vom Äppelblütefest im Frühjahr über die Kulturtage der Stadtteile bis zum Mosburgfest und den Kerben im Spätsommer – in Wiesbaden ist immer etwas los. Doch der Weg zu diesen Veranstaltungen ist für viele Menschen, insbesondere in den östlichen Vororten, zu umständlich. Wer kein Auto hat oder keine Mitfahrgelegenheit findet, bleibt abends oft zu Hause – und das obwohl gerade in den Vororten das Bedürfnis nach einer Verbindung besonders hoch ist, die die Stadtteile am Rand direkt miteinander verbindet, ohne das Zentrum zu durchqueren. 

Der öffentliche Nahverkehr darf sich nicht nur an den Bedürfnissen der Innenstadtbewohner*innen orientieren – auch die Vororte müssen konsequent mitgedacht werden. Deshalb setzen wir uns für die Wiedereinführung der Ostlinie ein, um die östlichen Stadtteile besser miteinander zu verbinden. Zusätzlich fordern wir in den Kerben-Monaten eine Sonderlinie, die die Vororte zu den üblichen Festzeiten verlässlich vernetzt. Ebenso wichtig ist der Erhalt und Ausbau der Nightliner, damit auch abends und nachts eine sichere Heimfahrt möglich bleibt. Und schließlich braucht es – wo immer umsetzbar – eine engere Taktung der Busverbindungen, insbesondere in die Vororte, damit Mobilität nicht von der Postleitzahl abhängt.